Spotify hat seinen dritten Investor Day in New York City am 21.05.2026 veranstaltet und der Finanzwelt tiefere Einblicke in das Geschäft, die Produktstrategie und die langfristige Vision des Unternehmens gegeben. Die Veranstaltung fand anlässlich des 20. Spotify Jubiläums statt. Auf der Bühne standen unter anderem die Co-CEOs Alex Norström und Gustav Söderström, die das Unternehmen seit Anfang 2026 gemeinsam leiten und ihren ersten gemeinsamen Investor Day abhielten, sowie weitere Mitglieder des globalen Führungsteams.
Vier Jahre nach der Vorstellung der „Spotify Machine“ präsentierte Spotify nun die nächste Entwicklungsstufe: ein Service, der sich von Kuration und Empfehlung hin zu einer Ära der Generierung entwickelt. Grundlage dafür ist das proprietäre „Large Taste Model“, gespeist von 3,4 Billionen täglichen Geschmackssignalen der weltweit engagiertesten Fans. Damit arbeitet Spotify an einer Zukunft wirklich persönlicher und interaktiver Medien – mit dem Ziel, Hörer*innen mehr Möglichkeiten zu geben, Inhalte zu gestalten, zu entdecken und sich mit anderen zu verbinden.
Im Folgenden die wichtigsten Kernaussagen der Sprecher*innen.
Alex Norström und Gustav Söderström blicken auf Spotifys Wachstum zurück und geben einen Ausblick
Zum Auftakt des Investor Days blickten die Spotify Co-CEOs Alex Norström und Gustav Söderström auf die Entwicklung des Unternehmens seit der Gründung zurück. Heute ist Spotify in 184 Märkten verfügbar, erreicht 761 Millionen MAU (monatlich aktive Nutzer*innen) und zählt nahezu 300 Millionen Abonnent*innen. Damit gehört Spotify zu den größten Abo-Diensten weltweit.
„Spotify bringt Kreativität und Kultur zu Menschen auf der ganzen Welt. Wir helfen Künstler*innen, Creator*innen und Autor*innen dabei, ihr Publikum zu erreichen und ihre Karrieren auszubauen“, sagte Alex. „Die Chancen, die vor uns liegen, waren nie größer.“
Seit dem letzten Investor Day im Jahr 2022 hat Spotify bedeutende wirtschaftliche Fortschritte erzielt: eine währungsbereinigte jährliche Wachstumsrate von 18 Prozent, eine Bruttomarge von 32 Prozent, eine Verbesserung der operativen Marge um mehr als 18 Prozentpunkte sowie knapp 3 Milliarden Euro Free Cashflow im Jahr 2025.
Für das nächste Kapitel stellte das Führungsduo vier strategische Schwerpunkte vor:
Erstens: In der Welt setzen sich einige wenige Dinge durch – und genau das schafft für Spotify enorme Monetarisierungspotenziale. Da es keine „durchschnittlichen Hörer*innen“ gibt, baut Spotify sein Portfolio an Produkten und Zusatzangeboten mit höherem ARPU (durchschnittlicher Umsatz pro Nutzer*in) weiter aus. So kann das Unternehmen stärker auf die Bedürfnisse besonders aktiver Zielgruppen eingehen und zugleich deren Wertpotenzial besser ausschöpfen. Erste Angebote wie Hörbücher+ zeigen bereits, dass besonders aktive Hörer*innen einen deutlich höheren Customer Lifetime Value erreichen können als reine Premium Nutzer*innen.
Zweitens entwickelt sich Spotify zunehmend von einem individuellen, eher passiven Nutzungserlebnis hin zu einer interaktiven Plattform. Ausgangspunkt dieses strategischen Schritts ist das Verhalten der Nutzer*innen selbst: Spotify hat beobachtet, wie Menschen ganz organisch Playlists miteinander teilen und gemeinsam erstellen. Heute zeigt sich dieses Verhalten plattformweit – etwa bei Spotify Jam, das von fast 50 Millionen Menschen genutzt wird, oder bei gemeinsamen Playlists, die ebenfalls von rund 50 Millionen Menschen gestreamt werden. So entsteht ein Netzwerkeffekt, der reale Beziehungen durch Musik stärkt.
Der dritte Punkt betrifft KI. Die Welt entwickelt sich in Richtung von generativen Technologien, bei denen unsere Nutzer*innen die Kontrolle haben und genau das wollen wir ihnen ermöglichen. Das Spotify Erlebnis geht damit über Kuration und Empfehlung hinaus: Es wird in Echtzeit von den Hörer*innen selbst geprägt – basierend auf ihrem individuellen Geschmack, ihrem Kontext und ihrer konkreten Absicht. Mit Funktionen wie „Prompted Playlists“ und „Taste Profile“ gibt Spotify Nutzer*innen mehr Kontrolle und entwickelt den ersten Media-Player für das generative Zeitalter.
Und viertens: „Time Well Spent“. Spotify zählt kontinuierlich zu den Online-Angeboten, die Menschen als besonders wertvoll empfinden, weil das Unternehmen nicht darauf ausgerichtet ist, Engagement um jeden Preis zu maximieren. Stattdessen baut Spotify eine Plattform, auf der Hörer*innen langfristig gerne Zeit verbringen. Das ist auch wirtschaftlich bedeutsam: Menschen nutzen zwar durchaus Angebote, die sie im Nachhinein bereuen – bereit, dafür zu bezahlen, sind sie jedoch deutlich seltener.

Alex Norström und Gustav Söderström
Gustav Gyllenhammar stellt das langfristige Ziel von einer Milliarde Abonnent*innen vor
Gustav Gyllenhammar, SVP of Markets & Subscriptions, stellte Spotifys Wachstumsmodell vor – sowie das langfristige Ziel, die Marke von einer Milliarde Abonnent*innen zu erreichen.
Die User Journey beginnt häufig mit Spotify Free: Es schafft Engagement, etabliert Nutzungsgewohnheiten und legt damit die Grundlage für einen späteren Wechsel zu Spotify Premium. Darauf aufbauend investiert Spotify in weiteren Mehrwert, stärkt die Bindung der Nutzer*innen und steigert den ARPU. Dieses Modell lässt sich über Märkte, Kulturen und unterschiedliche Reifegrade hinweg skalieren. KI spielt dabei eine wichtige Rolle: Sie hilft Spotify, Angebote schneller zu lokalisieren und den „Freemium Funnel“ zur passenden Zeit zu personalisieren.
Ein Blick auf verschiedene Märkte zeigt die Stärke des Spotify Geschäftsmodells – in entwickelten, wachsenden und reifen Märkten gleichermaßen. In Schweden nähert sich die Abo-Durchdringungsrate 50 Prozent der Bevölkerung und liegt damit mehr als zehnmal so hoch wie der globale Durchschnitt. In den USA ist Spotifys Premium-Marktanteil laut Midia in den vergangenen sechs Jahren um 8 bis 10 Prozentpunkte gewachsen. In Brasilien hat sich die Conversion Rate seit 2016 auf 44 Prozent verdoppelt, während die Nutzer*innenbasis um das Vierzehnfache gewachsen ist. Und in Indien, einem der größten Spotify Märkte nach MAU, ist die Zahl der Abonnent*innen im Vergleich zum letzten Investor Day um das Siebenfache gestiegen. Über alle Märkte hinweg basiert dieses Wachstum auf konsequenter Lokalisierung – von kulturell relevanten Kampagnen über lokale Partnerschaften bis hin zu integrierten Zahlungsmöglichkeiten.

Gustav Gyllenhammar
Nicole Burrow und Natasa Soltic über „Time Well Spent“ als Kern der Produktstrategie
Nicole Burrow, VP of Product Design, und Natasa Soltic, VP of Core Experience, erklärten, wie der Anspruch, Zeit auf Spotify wertvoll zu gestalten, die Produktentwicklung prägt – und damit auch das weitere Wachstum des Unternehmens.
Spotify ist der Ort, an dem Produkt und Kultur zusammenkommen. Ein Beispiel dafür ist Wrapped: Der persönliche, interaktive Jahresrückblick wurde 2025 mehr als 620 Millionen Mal geteilt. Dass Spotify Jahr für Jahr eine Marketingkampagne schafft, die zu einem kulturellen Phänomen wird, basiert auf einer einfachen Idee: keine Reue. Erst vergangene Woche haben wir eine besondere In-App Experience zum 20. Spotify Geburtstag gelauncht. Fast 100 Millionen Menschen haben sie in den ersten sechs Tagen entdeckt und bescherten uns damit den erfolgreichsten Tag bei der Neukund*innengewinnung in unserer Geschichte.
„Jeden Tag treffen wir bewusste Entscheidungen, damit sich die Zeit mit Spotify gut anfühlt. Wir verwandeln alltägliche Momente in Erlebnisse, die ansprechender, persönlicher und bedeutungsvoller sind – durch das, was wir gestalten," sagte Nicole. „Dieser Grundsatz prägt, wie wir arbeiten: indem wir das Vertrauen unserer Hörer*innen verdienen und Erlebnisse schaffen, zu denen Menschen gerne und bewusst zurückkehren." Eine aktuelle Markenaffinitätsstudie zeigt laut Nicole, dass Spotify im Vergleich mit anderen großen Plattformen beim Thema „Time Well Spent" auf Platz 1 liegt. Auch bei der umgekehrten Frage – welchen Service zu nutzen Menschen nie bereuen – belegte Spotify Platz 1.
Natasa erklärte anschließend, wie Produktteams bei Spotify vorgehen: Sie beobachten zunächst, wie Nutzer*innen die Plattform tatsächlich nutzen, und identifizieren die aussagekräftigsten Signale. Funktionen wie SongDNA und About the Song basieren auf diesem Ansatz: Sie übersetzen das Interesse der Fans in zusätzlichen Kontext, stärkeres Engagement und neue Gründe, zu Spotify zurückzukehren. Seit dem Start im März hat SongDNA mehr als 265 Millionen Interaktionen generiert. KI beschleunigt außerdem den Weg von der Idee zur Umsetzung – und hilft Spotify dabei, Produkte zu entwickeln, die Hörer*innen mehr Kontrolle, Verbindung und Personalisierung bieten.
Charlie Hellman, Joe Hadley und Rene Volker über die Zukunft von Musik auf Spotify
Charlie Hellman, SVP, Global Head of Music, Joe Hadley, Global Head of Music Partnerships & Audience, und Rene Volker, Head of Live Events, sprachen über den Kern des Spotify Geschäfts: Musik.
Zunächst machte Charlie deutlich, welchen Beitrag Spotify für die Musikindustrie leistet. Allein 2025 zahlte Spotify mehr als 11 Milliarden US-Dollar an die Musikindustrie aus – ein Plus von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wuchsen die Auszahlungen mehr als doppelt so stark wie alle anderen Musikumsätze zusammen. Insgesamt belaufen sich die bisherigen Auszahlungen von Spotify an die Musikindustrie auf mehr als 70 Milliarden US-Dollar.
Er kündigte zudem wegweisende Lizenzvereinbarungen mit der Universal Music Group und der Universal Music Publishing Group an. Diese ermöglichen es Spotify, ein neues Tool zu starten, mit dem Fans Cover und Remixe aus den Katalogen teilnehmender Künstler*innen und Songwriter*innen erstellen können – mit Zustimmung, Namensnennung und Vergütung von Anfang an. Das Tool wird als kostenpflichtiges Add-on für Spotify Premium-Nutzer*innen eingeführt und schafft eine zusätzliche Einnahmequelle für Künstler*innen und Songwriter*innen - zusätzlich zu dem, was sie bereits auf Spotify verdienen.
„Generative KI beschleunigt kreative Prozesse in bislang ungekanntem Tempo“, sagte Charlie. „Neben neuen, originären Werken sehen wir eine starke Zunahme von Covern, Remixes und Neuinterpretationen auf Basis bestehender Musik. Ohne ein funktionierendes Rechtesystem können Künstler*innen die Kontrolle über ihre Werke verlieren. Damit entsteht Wert, der aber nicht zu den Menschen zurückfließt, die diese Werke geschaffen haben. Für die Lösung genau solcher Probleme wurde Spotify gemacht.“
Joe betonte, dass menschliche Expertise in einer zunehmend von KI geprägten Welt knapper und wertvoller wird. Zwei Jahrzehnte redaktionellen Musikgeschmacks und kulturellen Gespürs, kombiniert mit lokalem Wissen und globaler Reichweite, bilden für Spotify eine proprietäre Grundlage, die sich nicht einfach kopieren lässt. Zudem verwies Hadley auf das Wachstum von Musikvideos: Mehr als zwei Drittel der Premium-Abonnent*innen haben inzwischen Musikvideos auf Spotify angesehen.
Zum Abschluss des Musikabschnitts stellte Rene eine der wichtigsten Ankündigungen des Tages vor: „Reserved by Spotify“. Mit dem neuen Angebot sollen besonders engagierte Fans auf Spotify Premium erstmals Zugang zu zwei exklusiv für sie reservierten Konzerttickets erhalten, noch bevor diese in den allgemeinen Verkauf gehen. „Reserved by Spotify“ startet in diesem Sommer mit Live Nation als Launch-Partner. Spotify ist der exklusive Audio-Streaming-Subscription-Service, der diese Form des reservierten Zugangs zu Live-Nation-Tickets anbietet – und Fans damit Zugang zu vielen der sehnlichst erwarteten Tourneen in den USA ermöglichen will. Weitere Märkte sollen zeitnah folgen.
„Jeder Streaming Service hat dieselbe Musik“, sagte Rene. „Reserved ist etwas, das nur Spotify bieten kann – das verändert, was es bedeutet, Abonnent*in zu sein.“
Roman Wasenmüller und Maya Prohovnik über die Entwicklung von Podcasts als profitabler zweiter Wachstumsmotor
Roman Wasenmüller, VP, Global Head of Podcasts, und Maya Prohovnik, VP of Podcast Product, gaben Einblicke in die Podcast-Strategie von Spotify.
Roman erklärte, dass Podcasts bereits im zweiten Jahr in Folge profitabel sind und das Wachstum weiter an Tempo gewinnt. Der Vorteil von Spotify liegt dabei im Zusammenspiel aus drei Rollen – als Plattform für Endnutzer*innen, die Engagement vertieft, als Publisher mit skalierbarem Werbegeschäft, und als „Tool Set“, mit dem Creator*innen ihre Inhalte monetarisieren und Reichweite ausbauen können.
Außerdem kündigte Roman die bevorstehende Einführung von „Memberships“ an. Mit dem neuen Tool Set sollen berechtigte Creator*innen ihren besonders engagierten Fans Abonnements direkt auf Spotify anbieten können.
Maya stellte Produktinnovationen vor, die Podcasts leichter auffindbar und im Alltag noch nützlicher machen. Dazu zählen Transkripte, automatische Kapitel und die Möglichkeit, in Echtzeit Fragen zu dem zu stellen, was Nutzer*innen gerade hören.
Darüber hinaus verwies Maya auf die Weiterentwicklung von „Personal Podcasts“. Nachdem viele Nutzer*innen bereits eigene personalisierte Audioinhalte mit ihren Agenten erstellt und auf Spotify gespeichert haben, will Spotify es künftig noch einfacher machen, kurze, private und individuell zugeschnittene Audioinhalte direkt in der App zu generieren.
Auch die Kategorie „Fitness“ wird weiter ausgebaut – unter anderem mit Workout-Videos im Rahmen der Partnerschaft mit Peloton. Als nächstes sind geführte, adaptive Lauf-Sessions geplant, bei denen Hörer*innen Spotify per Prompt um eine Playlist in einem bestimmten Tempo und einer bestimmten Laufgeschwindigkeit bitten können.
Owen Smith über Hörbücher und wie sie Spotify neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen
Owen Smith, VP, Global Head of Audiobooks, gab einen Überblick über die schnelle Entwicklung von Spotify im Hörbuchbereich: Innerhalb von zwei Jahren ist der Hörbuchkatalog in Premium über 22 Märkte hinweg von 150.000 auf mehr als 700.000 Titel gewachsen. Fast die Hälfte der Hörbuch-Hörer*innen auf Spotify ist unter 35 Jahre alt – und damit deutlich jünger als das breitere Hörbuchpublikum. Gleichzeitig erschließt Spotify der Verlagsbranche eine Zielgruppe, die traditionell schwerer zu erreichen ist: junge Männer. Die Hörstunden bei Hörbüchern stiegen von 2024 auf 2025 um 60 Prozent. Darüber hinaus hat fast die Hälfte der Hörbuch-Hörer*innen innerhalb der vergangenen zwölf Monate mit dem Hören begonnen.
Spotify entwickelt außerdem weitere Tools, die verschiedene Lese- und Hörformate miteinander verbinden. Dazu gehört Page Match, das Hörer*innen den nahtlosen Wechsel zwischen gedrucktem Buch, E-Book und Hörbuch erleichtert. Über die Partnerschaft mit Bookshop.org können Hörer*innen zudem Printbücher direkt über die Spotify App kaufen.
Owen erklärte außerdem, dass Hörbücher+ auf Kurs ist, im Juli eine annualisierte wiederkehrende Umsatzrate (ARR) von 100 Millionen US-Dollar zu erreichen. Zusätzlich führt Spotify Add-on-Varianten mit höherem Stundenkontingent für besonders aktive Hörer*innen sowie für Family- und Student-Abos ein.
Für Autor*innen kündigte Owen an, dass „Spotify for Authors“ in zehn neue Sprachen ausgeweitet wird. Neue Audiobook Creation Tools, die Anfang Juni als Beta starten, geben Selfpublisher*innen darüber hinaus Zugang zu digitaler Stimmerzeugung direkt auf der Plattform – ohne Exklusivitätsverpflichtung. Auch „Prompted Playlists“ kommen in diesem Sommer zu Hörbüchern und ermöglichen erstmals, Bücher über natürliche Spracheingabe zu entdecken.
Katie English über die Neuausrichtung von Spotifys Werbegeschäft
Katie English, Global Head of Ad Product, erläuterte, wie Spotify das Werbegeschäft rund um das Spotify Erlebnis neu aufgebaut hat: „Unsere Werbeplattform sollte für Spotify entwickelt sein – und nicht nachträglich an Spotify angefügt.“ Sie verwies auf die Chance, hochwertige Werbeerlebnisse über Musik, Podcasts und Video hinweg zu schaffen – für die 483 Millionen Menschen, die Spotify Free nutzen. Grundlage dafür ist ein neues, einheitliches System.
Katie hob außerdem das Wachstum von High Impact Sponsorships und Scaled Biddable hervor. Beide Angebote geben Werbekund*innen mehr Möglichkeiten, Spotify Zielgruppen über Kultur, Performance und Automatisierung zu erreichen. Biddable Channels machen inzwischen mehr als ein Drittel des Werbegeschäfts aus. Zudem betreibt Spotify heute eine der größten globalen Audio-Ad-Exchanges.
Auch im ersten Quartal 2026 zeigte sich laut English eine starke Dynamik: Die Zahl aktiver Werbekund*innen stieg im Jahresvergleich um 68 Prozent. Deutliches Wachstum gab es auch in Europa, dem Nahen Osten und Afrika – mit einem Plus von knapp 10 Prozent – sowie in Lateinamerika mit einem Plus von 25 Prozent. Künftig will das Unternehmen den Markt für Werbung auf Spotify weiter ausbauen, KI gezielt einsetzen, um die Plattform noch leistungsfähiger zu machen, und neue Werbeerlebnisse entwickeln, die sich natürlicher in das Spotify Umfeld einfügen.

Katie English
Gustav Söderström und Niklas Gustavsson erklären, wie KI das Geschäft verändert
Gemeinsam mit Niklas Gustavsson, VP of Engineering, zeigte Gustav Söderström zudem, wie Spotify die Intelligenz und Infrastruktur für die nächste Generation personalisierter Erlebnisse aufbaut.
Gustav erläuterte, dass Spotifys langfristiger KI-Vorteil nicht darin liegt, eigene Frontier-LLMs zu entwickeln, sondern allgemeine KI-Intelligenz auf das proprietäre „Large Taste Model“ anzuwenden. Das Modell wird mit Billionen von Verhaltenssignalen sowie Nutzer*inneninteraktionen aus den Bereichen Musik, Podcasts und Hörbüchern aus den vergangenen Jahren trainiert. Er beschrieb, wie das LTM verschiedene Intelligenzebenen kombiniert – darunter Nutzungsverhalten, lizenzierte Metadaten, Creator-Tools und kulturellen Kontext – um über bloße Empfehlungen hinauszugehen und Inhalte in Echtzeit zu generieren und zu personalisieren. Erste Einsätze zeigen bereits messbare Effekte: 9 % mehr gespeicherte Songs über Autoplay, 9 % bessere Podcast-Entdeckung über die Startseite und fast 20 % mehr Interaktionen mit DJ-Nachrichten. Gustav betonte, dass KI für Spotify nicht nur ein Kostenfaktor ist, sondern eine Monetarisierungschance: Sie stärkt die Bindung der Nutzer*innen, erhöht den Lifetime Value und ermöglicht ein gestaffeltes Preismodell mit Premium-KI-Erlebnissen und Add-ons - zugeschnitten auf die engagiertesten Nutzer*innen.
Niklas zeigte anschließend, wie KI sowohl die Art, wie Spotify Produkte entwickelt, als auch die Geschwindigkeit, mit der sie auf den Markt gebracht werden, grundlegend verändert. Ein Beispiel dafür ist Honk, Spotifys interner KI-Coding-Agent. Honk automatisiert Wartungsaufgaben und hilft Entwickler*innen, schneller und reibungsloser zu arbeiten. Heute nutzen 99 Prozent der Spotify Entwickler*innen wöchentlich KI, mehr als 73 Prozent der Code-Beiträge werden KI-unterstützt erstellt und KI-gestützte Workflows verkürzen die Zeit für Prototyping, Testing und Validierung neuer Ideen im gesamten Unternehmen erheblich.
Niklas beschrieb außerdem einen grundlegenden Wandel in der Art, wie Nutzer*innen mit Spotify interagieren. Bislang hat Spotify Nutzungsintentionen aus Signalen wie Skips und gespeicherten Songs abgeleitet. Mit generativer KI können Nutzer*innen Spotify jetzt direkt in natürlicher Sprache mitteilen, was sie hören möchten. So entstehen interaktivere und persönlichere Erlebnisse – wie DJ, „Prompted Playlists“ und „Taste Profile“.
Neu vorgestellt wurde außerdem „Studio by Spotify Labs“, eine eigenständige Desktop-App, die „Personal Podcasts“ weiterentwickelt und es Nutzer*innen ermöglicht, private, personalisierte Audio-Erlebnisse zu erstellen – etwa tägliche Briefings, die direkt in der Spotify-Bibliothek gespeichert werden. Die App wird bald als Research Preview für Premium-Nutzer*innen in mehr als 20 Märkten verfügbar sein. Studio versteht den individuellen Spotify Geschmack über Musik, Podcasts und Hörbücher hinweg und kann auf Weltwissen zurückgreifen, um dabei zu helfen, das Gewünschte schneller zu finden. Mit Zustimmung der Nutzer*innen kann Studio auch aktiv unterstützen: Themen recherchieren, im Web surfen, Informationen strukturieren und Aufgaben in täglich genutzten Tools erledigen.
Christian Luiga teilt Finanzziele bis 2030: Wachstum, Margen und Free Cashflow
Christian Luiga, Chief Financial Officer von Spotify, fasste die wirtschaftliche Entwicklung seit 2022 zusammen – und gab einen Ausblick auf die Ziele bis 2030. Rund ein Drittel der Bruttomargenverbesserung stammt aus dem Musikgeschäft, der restliche Anteil aus Hörbüchern und Podcasts. Heute erzielen sowohl Musik als auch die Nicht-Musik-Bereiche eine Bruttomarge von mehr als 30 Prozent. Im Jahr 2025 war der Bruttogewinn, den wir mit Marketplace erwirtschafteten, viermal höher als 2021.
Christian betonte außerdem, dass die erzielten Verbesserungen auf einem disziplinierten Finanzmodell beruhen: wachsende Hörer*innen- und Abonnent*innenzahlen, steigende Bruttomargen und konsequente Kostenkontrolle – verbunden mit gezielten Investitionen in Bereiche, in denen Spotify klare Renditechancen sieht. Allein in den USA ist der Customer Lifetime Value seit 2022 um mehr als 70 Prozent gestiegen. Das unterstreicht die Stärke des Geschäftsmodells und das Renditeprofil der Investitionen.
Mit Blick auf 2030 nannte Christian die wichtigsten finanziellen Ziele: eine jährliche Wachstumsrate im mittleren Zehnerbereich, eine Bruttomarge von 35 bis 40 Prozent, eine operative Marge von über 20 Prozent sowie starkes Wachstum beim Free Cashflow.
„Sie haben heute gehört, wie unsere Mechanik funktioniert. Die KPIs, auf die wir unsere Entscheidungen stützen, konzentrieren sich auf Engagement, Umsatz, Effizienz und Retention“, sagte Christian. „Unsere Initiativen – von Hörbücher+ über DJ bis Reserved – haben klar quantifizierte Ziele, die mit diesen Treibern verknüpft sind. Entscheidend ist, wie diese Initiativen über die Zeit aufeinander aufbauen und nachhaltige Verbesserungen beim Lifetime Value erzielen.“

Christian Luiga
Co-CEOs bekräftigen Spotifys „Year of Raising Ambition“
Zum Abschluss bekräftigten Alex Norström und Gustav Söderström die Ziele und Chancen von Spotify für die kommenden Jahre. Alex erklärte, die im Laufe des Tages vorgestellten Updates machten deutlich, warum Spotify zuversichtlich in die Zukunft blickt – nicht nur wegen der bereits erreichten Größe, sondern vor allem wegen der zukünftigen Chancen für das Unternehmen.
Gustav ergänzte, dass die Entwicklung von Spotify einem klaren Weg folge: zuerst Zugang, dann Personalisierung, und nun Generierung. Jede Phase habe erweitert, was Spotify für Hörer*innen, Künstler*innen, Creator*innen und Autor*innen leisten könne.
Alex sagte: „Was in diesem nächsten Kapitel am meisten zählt – Geschmack, Vertrauen und Kultur – hat für Spotify schon immer gezählt. Es ist der Grund, warum wir existieren. Es ist das, worin wir erfolgreich sind. Und es ist das, woran wir weiter bauen werden."
„Wir sind stolz auf das, was wir aufgebaut haben“, ergänzte Gustav. „Aber noch mehr freuen wir uns auf die nächsten zwanzig Jahre.“
Weitere Informationen und alle Ankündigungen vom Spotify Investor Day 2026 finden Sie hier.
Hinweis zu zukunftsgerichteten Aussagen
Wir möchten darauf hinweisen, dass bestimmte Aussagen in dieser Pressemitteilung „zukunftsgerichtete Aussagen" („forward-looking statements”) im Sinne von Section 27A des US-Wertpapiergesetzes von 1933 (United States Securities Act of 1933) sowie Section 21E des US-Wertpapierhandelsgesetzes von 1934 (United States Securities Exchange Act of 1934), in ihrer jeweils geltenden Fassung, darstellen. Die Wörter „werden", „erwarten", „glauben" und ähnliche Begriffe dienen dazu, zukunftsgerichtete Aussagen zu kennzeichnen. Beispiele für zukunftsgerichtete Aussagen sind unter anderem Aussagen, die sich auf Prognosen oder Schätzungen hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens beziehen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen unterliegen erheblichen Risiken, Ungewissheiten und Annahmen, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von unseren bisherigen Erfahrungen und unseren derzeitigen Erwartungen oder Prognosen abweichen.
Dazu zählen unter anderem die Fähigkeit von Spotify, potenzielle Nutzer*innen zu gewinnen, bestehende Nutzer*innen zu halten und unsere Produkte und Dienstleistungen zu monetarisieren; der Wettbewerb um Nutzer*innen, deren Zeit und um Werbekund*innen; Risiken im Zusammenhang mit unseren internationalen Geschäftstätigkeiten, sowie unsere Fähigkeit, unser Wachstum und den Umfang und die Komplexität unseres Geschäfts zu steuern; Risiken im Zusammenhang mit unserer Nutzung künstlicher Intelligenz; sowie weitere Risiken, wie sie in unseren bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereichten Unterlagen beschrieben sind. Wir übernehmen keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen aufgrund von Ereignissen oder Umständen, die nach dem Datum dieser Mitteilung eintreten, zu aktualisieren.
Hinweis zu Nicht-IFRS-Finanzkennzahlen
Diese Pressemitteilung enthält Nicht-IFRS-Finanzkennzahlen, die nicht als Alternative zu Finanzkennzahlen, verstanden werden sollten, die in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt wurden. Eine Überleitung dieser Nicht-IFRS-Finanzkennzahlen zu den am ehesten vergleichbaren IFRS-Finanzkennzahlen ist im Anhang der Investor Day-Präsentation auf der Spotify Website verfügbar.















